Die Gefahren von Fake News & Fatalismus in der Pandemie

In dieser Folge diskutieren wir, welchen Beitrag gezielte Aufklärung über das Corona Virus zur Eindämmung der Pandemie leisten. Dazu besprechen wir zwei aktuelle ökonomische Studien. Die erste Studie (Bursztyn et al.) zeigt, dass mangelnde bzw. verharmlosende und irreführende Berichterstattung—à la „die Grippewelle XYZ war viel tödlicher“—im wahrsten Sinne des Wortes fatale Konsequenzen haben kann. Die Ergebnisse der zweiten Studie (Akesson et al.) deuten allerdings auch darauf hin, dass das reine Herausstellen der Gefährlichkeit des Virus auch unerwünschte Nebeneffekte haben kann, dann nämlich, wenn es in Menschen die Wahrnehmung weckt, sie könnten durch Einhalten von Gesundheitsmaßnahmen kaum eine Ansteckung verhindern (der „Fatalismus-Effekt“). In der Folge diskutieren wir Methoden und Ergebnisse der Studien im Detail.

Außerdem führen wir eine neue Rubrik ein: Aus dem “Akademischen Nähkästchen” plaudern wir über Vor- und Nachteile von virtuellen Konferenzen.

Auch zu dieser Folge freuen wir uns wieder über Feedback. Schreibt uns hier in die Kommentare, oder kontaktiert uns bei Facebook (@herzkopfen) oder Twitter (@herzkopft). Und sagt’s gerne weiter, wenn es euch gefällt!

Links zu den in der Sendung besprochenen Quellen:

Leonardo Bursztyn, Aakaash Rao, Christopher Roth, David Yanagizawa-Drott (2020), Misinformation during a Pandemic. Becker Friedman Institute for Economics Working Paper No. 2020-44.

Jesper Akesson, Sam Ashworth-Hayes, Robert Hahn, Robert D. Metcalfe, Itzhak Rasooly (2020), Fatalism, Beliefs, and Behaviors During the COVID-19 Pandemic. NBER Working Paper No. 27245.

Was hinter der Anti-Drosten-Kampagne von Julian Reichelt steckt, Benjamin Reuter im Tagesspiegel vom 30.05.2020

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