Geschwister & Geschlechterrollen

Wir haben mal wieder aus Versehen eine längere Pause gemacht. Warum erfahrt ihr in unserer Rubrik “Aus dem akademischen Nähkästchen”.

Als Thema der Woche besprechen wir dann ein aktuelles Papier von Anne Ardila Brenøe, erschienen im Journal of Population Economics. Darin untersucht sie den (quasi zufälligen) Einfluss des Geschlechts des jüngeren Geschwisterkindes auf das Verhalten von erstgeborenen Frauen und zeigt, dass Frauen mit jüngerem Bruder sich geschlechtstypischer verhalten als Frauen mit jüngerer Schwester. Warum? Erfahrt ihr im Podcast.

3 Antworten auf „Geschwister & Geschlechterrollen“

Moin, ich mag Euren Podcast und stoße regelmäßig meine Studierenden darauf.
Aber Ihr müsst das mit dem Mikro in den Griff bekommen!

Hey, herzlichen Dank für das Lob, wir freuen uns sehr! Und danke auch für die Anregung, wir gehen das Thema Technik-Upgrade demnächst mal an 🙂

Moin aus Lübeck,
Ich habe mit dieser Folge Euren Podcast zum ersten Mal gehört und mir schon ein paar weitere in die Playlist gepackt.

Ein Hinweis zur Abtreibung aufgrund des Geschlechts: in Deutschland darf das Geschlecht erst in der 12. SSW mitgeteilt werden (§15 Gendiagnostikgesetz), wirklich gut bestimmbar ist es wohl in der 14. SSW (letztere Information ist ergoogelt, daher haben hier Gyns ggf. andere Erfahrungswerte). Man darf in Deutschland aber nur bis zur 14. SSW straffrei abtreiben. Wenn man die verpflichtende Beratung mitrechnet, hat man also kaum die Möglichkeit, gezielt nach der Bekanntgabe des Geschlechts abzutreiben. In anderen Industrienationen könnte das ebenso aussehen. Es liegt also nicht zwingend nur an der “Fortschrittlichkeit” einer Nation – auch wenn ich es natürlich gut finde, dass das Geschlecht des ungeborenen Kindes hoffentlich keine Rolle bei der Entscheidung spielt, ob man es behalten möchte.

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